Agatha-Brötli backen in der historischen Wohnung Du Bourg – Stiftung Ferien im Baudenkmal

Agatha-Brötli backen in der historischen Wohnung Du Bourg

Einer der Gründe, warum ich gerne in den Ferienhäusern der Stiftung Ferien im Baudenkmal wohne, ist die Möglichkeit, regionale Schweizer Rezepte zu entdecken.

Text: Heddi Nieuwsma, Bilder: Dorian Rollin

Die Wohnung Du Bourg liegt im Herzen der Bieler Altstadt und befindet sich in Privateigentum, wird aber von der Stiftung Ferien im Baudenkmal verwaltet. Das im 16. Jahrhundert erbaute Maison Du Bourg erhielt seine barocke Fassade beim Umbau im Jahr 1720. Fast drei Jahrhunderte später renovierten die heutigen Eigentümer das Haus im Jahr 2018. In der gesamten Wohnung finden Sie hochwertiges Mobiliar, das die architektonischen Merkmale des Gebäudes sorgfältig in Szene setzt.

Der Aufenthalt in diesem historischen Gebäude ermöglichte es mir, mit besonderen Zutaten zu kochen, die ich in anderen Teilen der Schweiz nicht immer zu finden sind. Eine Zutat, nach der ich immer Ausschau halte, da ich mich besonders für Schweizer Brot interessiere, ist Mehl. Kastanienmehl, Maismehl, Roggenmehl, Weizenmehl und mehr – je nachdem, wo man sich befindet, kann man verschiedene Sorten von verschiedenen Mühlen finden.

„Diese geräumige Dachgeschosswohnung ist der perfekte Ort, um regionale Rezepte zu backen, denn sie verbindet historische Merkmale mit modernen Designelementen. Ausserdem bietet die voll ausgestattete Küche fast alles, was man zum Kochen und Backen braucht.“

Eines der Brote, die ich während meines Aufenthalts in der Ferienwohnung backe, ist das Agatha-Brötli, das aus der Region Sense-Oberland in Freiburg stammt. Dieses leckere, kleine, brezelförmige Brot ist einfach zuzubereiten und erfordert nicht viele Zutaten. Es eignet sich hervorragend, um es während eines Aufenthalts in der Du Bourg zu backen. Sie können es warm aus dem Ofen essen oder als Snack mitnehmen, wenn Sie tagsüber auf Entdeckungstour gehen.

500 g Weissmehl
75 g Butter, weich
2 Teelöffel (12 g) Salz
20 g frische Hefe, zerbröckelt (oder 7 g Trockenhefe)
300 ml Milch, lauwarm
1 Ei, verquirlt

Anleitung

1. In einer grossen Schüssel das Mehl und das Salz verquirlen. Die weiche Butter in Stücken hinzufügen. In der Mitte der Mischung eine Vertiefung machen. Beiseite stellen.

2. Getrennt davon die Hefe in die lauwarme Milch geben. Einige Minuten ruhen lassen und dann mit dem Schneebesen verrühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat.

3. Die Milch und die Hefe in die Mitte der grossen Schüssel giessen. Rühren, bis sich ein Teig bildet.

4. Kneten Sie den Teig etwa 10 Minuten lang von Hand oder mit einem elektrischen Mixer und einem Knethaken, bis er glatt und elastisch ist. Wenn Sie den Teig drücken und mit dem Finger eine Vertiefung eindrücken, sollte er zurückfedern.

5. Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Küchentuch abdecken. Lassen Sie den Teig etwa 1-2 Stunden gehen oder bis er sich verdoppelt hat.

6. Den Teig in 10 gleich grosse Portionen teilen. Jedes Teigstück zu einem Zylinder von etwa 45-50 cm Länge rollen und dann zu einer klassischen Brezel formen.

7. Legen Sie sie auf ein mit Pergamentpapier ausgelegtes Backblech und decken Sie sie ab. Etwa 30 Minuten lang ruhen lassen.

8. Die Oberfläche der kleinen Brote dünn mit dem verquirlten Ei bestreichen.

9. Etwa 20-25 Minuten im auf 200ºC/400ºF vorgeheizten Backofen backen, bis sie leicht goldbraun sind.

Heddi Nieuwsma ist eine Amerikanerin, die in der Westschweiz lebt und sich gerne mit der Schweizer Küche beschäftigt. In ihrem Blog Cuisine Helvetica teilt sie Rezepte und Informationen über regionale Schweizer Lebensmittel sowie über kulinarische Veranstaltungen und Reisen. Im Oktober 2020 veröffentlichte Sie ihr erstes Back-Buch «Swiss Bread» (auf Englisch, Französisch und Deutsch), mit 42 Brot-Rezepten und Geschichten aus verschiedenen Regionen der Schweiz. Klicken Sie hier, um Heddis Buch «Swiss Bread» zu bestellen.