Hausinformation Kaplanei - Stiftung Ferien im Baudenkmal

Hausinformation Kaplanei

Auf dieser Seite finden Sie alle nützlichen Informationen und Tipps rund um das Baudenkmal und Ihren Aufenthalt in der Region.

Hausordnung

SCHLAFZIMMER
Die Betten sind mit Kopfkissen und Bettdecke ausgestattet und werden vor Ihrer Ankunft bezogen. Wir bitten Sie, die Bettwäsche vor Ihrer Abreise abzuziehen und im Eingangsbereich zu deponieren, ebenso wie die benutzte Bad- und Küchenwäsche.
Ein Kinderbett steht auf Anfrage zur Verfügung.

HEIZUNG
Geheizt wird mit den beiden Giltsteinöfen (siehe detaillierte Beschreibung der Öfen). Im Sockelgeschoss gibt es eine Fussbodenheizung, in der Küche und in der Kapelle befinden sich Heizkörper, die über ein Wärmenetz beheizt werden. Der Flur ist unbeheizt.

FENSTER
Bitte schliessen Sie alle Fenster beim Verlassen des Hauses. Auch bei wolkenlosem Himmel kann jederzeit ein Gewitter aufziehen.

KÜCHE
Die Küche ist mit Herd, Backofen und Geschirrspülmaschine ausgestattet. Alle notwendigen Geräte und ausreichend Geschirr sind vorhanden. Eine Mokkakanne ist vorhanden. Sie benötigen dafür gemahlenen Kaffee. Küchentücher sind im Mietpreis inbegriffen, ebenso Spülmittel, Küchenpapier und Müllsäcke. Für die Reinigung des Glaskeramikherdes dürfen keine scheuernden, aggressiven oder kratzenden Mittel verwendet werden. Die Oberfläche der Küchenzeile darf nur mit Wasser gereinigt werden. Das Geschirr ist vor der Abreise sauber an den vorgefundenen Platz zurückzustellen. Ein Kinderstuhl steht auf Anfrage zur Verfügung.

AUSSENSITZPLATZ
Hinter dem Haus steht ein Garten mit Tisch und Stühlen zur Verfügung. Zur Kirche hin ist der Garten nicht gesichert.

KELLER / ABSTELLPLATZ
Im Keller hat es Platz für Kinderwagen und Gartenmöbel.

WLAN
WLAN : KaplaneiErnen
Passwort: SchoeneFerien!

TIERE
Haustiere sind erlaubt. (Reinigungszuschlag von CHF 50.- pro Haustier.)

SCHÄDEN
Bitte melden Sie allfällige Schäden unserer Hausbetreuung. Sind die Schäden durch die Mietenden verursacht, müssen wir die Reparatur in Rechnung stellen.

RAUCHVERBOT
Im ganzen Haus gilt striktes Rauchverbot. Auch Kerzen sind aus Gründen der Brandgefahr nicht erwünscht.

NACHTRUHE
Aus Rücksicht auf die Nachbarn bitten wir Sie, die Nachtruhe ab 22.00 Uhr einzuhalten und grösseren Lärm, insbesondere vor dem Haus, zu vermeiden.

SCHLÜSSEL
Den Schlüssel erhalten Sie bei Ihrer Ankunft von unserem Hausbetreuung. Bitte schliessen Sie die Tür ab, wenn Sie das Haus verlassen. Für verlorene Schlüssel müssen wir eine Gebühr von CHF 100.00 verrechnen, da der ganze Zylinder ersetzt werden muss.

ABFALL UND ENTSORGUNG
Müllsäcke sind im Haus vorhanden. Bitte entsorgen Sie den Abfall bei Ihrer Abreise. Die Abfallsammelstelle befindet sich beim Volg.

ABREISE UND REINIGUNG
Die Nebenkosten beinhalten Kurtaxe, Bettwäsche, Strom, Heizung und Endreinigung. Bei der Abreise bitten wir Sie, das Haus besenrein zu hinterlassen. Alle Abfalleimer müssen geleert sein. Abfallsäcke, Altglas, Altmetall, Altpapier usw. können bei der Abfallsammelstelle beim Volg entsorgt werden. Geschirr, Besteck und Pfannen müssen sauber gespült und wieder an ihren Platz zurückgestellt werden. Mitgebrachte Lebensmittel müssen wieder mitgenommen oder entsorgt werden. Der Kühlschrank ist sauber und leer. Ofen und Herd sind gereinigt. Die Bettwäsche ist abgezogen und zusammen mit den benutzten Handtüchern und Geschirrtüchern im Eingangsbereich deponiert. Bitte stellen Sie alle umgestellten Möbel wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. Bitte achten Sie auch darauf, dass alle Fenster geschlossen und der Herd ausgeschaltet ist.

Durch einen ordentlichen Umgang mit dem Baudenkmal helfen Sie uns, Ihnen und anderen Gästen auch in Zukunft ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

NACHHALTIGKEIT
Helfen Sie mit, Energie zu sparen. Historische Häuser können oft nicht optimal gedämmt werden. Deshalb ist ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen besonders wichtig.
 
• Bitte schliessen Sie immer die Türen zu den unbeheizten Räumen und die Fenster, wenn Sie sich nicht in den Räumen aufhalten.
• Bitte lassen Sie das Licht nicht unnötig brennen.
• Bitte lassen Sie das Wasser nicht unnötig lange laufen.

Bedienungsanleitung Öfen

GENERELLE BEDIENUNGSANLEITUNG
FÜR DIE ÖFEN

Der Ofen sollte nicht öfter als 2 x täglich (morgens und abends) befeuert werden, ca. 5 Holzscheite entsprechen 8-12 kg Holz pro Brennvorgang.

Hinweis: Bei kaltem Ofen dauert es ca. einen halben Tag, bis der Stein Wärme abgibt.

WAS DARF ICH VERBRENNEN?
Naturbelassenes Holz, das mindestens zwei Jahre an einem trockenen Ort gelagert wurde.

WIE ZÜNDE ICH AN?
Verbrennungsluftklappe im Ofenrohr öffnen. Luftschieber in der Ofentür öffnen. Zum Anzünden eine Anzündhilfe (mit Wachs getränkte Holzspäne) verwenden. Ein intensives Vorfeuer mit fein gespaltenem Tannenholz entwickelt schnell große Flammen und beschleunigt den Abbrand. Mit diesem Trick lassen sich die starke Rauchentwicklung und die damit verbundene Geruchsbelästigung erheblich reduzieren. Nach 5 bis 10 Minuten kann weiteres Holz nachgelegt und damit das Vorfeuer nach hinten geschoben werden.

WAS MUSS ICH BEIM FEUERN BEACHTEN?
Das Brennholz muss so in den Feuerraum gelegt werden, dass überall Sauerstoff hingelangen kann. Während des Abbrennens darf das Feuer auf keinen Fall gedrosselt werden, da dies zu einer schlechten Verbrennung führt.

WANN DARF ICH SCHIEBER UND VERBRENNUNGSLUFTKLAPPE IM OFENROHR SCHLIESSEN?
Die Verbrennung muss so weit fortgeschritten sein, dass keine Glut mehr sichtbar ist – die Asche ist schwarz. Jetzt kann der Schieber bis auf einen kleinen Spalt geschlossen werden. Gleichzeitig wird auch die Verbrennungsluftklappe geschlossen. Treten Gerüche auf, muss der Schieber wieder etwas geöffnet werden. Treten keine Gerüche auf, kann der Schieber nach kurzer Zeit ganz geschlossen werden.

WIE ERKENNE ICH, DASS ICH ALLES RICHTIG MACHE?
Wenn während des Abbrandes keine Gerüche oder andere Emissionen entstehen. Der Feuerraum bleibt hell, es entsteht kein Russ (Schwarzfärbung) im Feuerraum.

WAS MACHE ICH MIT DER ASCHE?
Die Asche können Sie für eine Woche im Feuerraum belassen. Entsorgung erfolgt durch die Hauswartung. Bitte schliessen Sie den Aschekübel immer mit einem Deckel! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Hauswartung.

GILTSTEINOFEN IM WOHNZIMMER/KÜCHE
Der Giltsteinofen im Erdgeschoss (Wohnzimmer) wird von der Küche aus eingeheizt. Die Verbrennungsluftklappe ist geöffnet, wenn der Griff waagerecht steht und geschlossen, wenn der Griff senkrecht steht.
Bitte beachten Sie die Fotos der beiden Öfen mit der Erläuterung der Luftzufuhr (S.23-24).

GILTSTEINOFEN MIT HOLZTÜRE UND VORRAUM
Der Giltsteinofen im Obergeschoss (Schlafzimmer) wird vom Korridor aus eingeheizt und wartet mit einer Spezialität auf. Der Ofen ist mit einer Holztüreausgestattet, die in einen Vorraum führt. In diesem befindet sich das Ofenrohr. Die Verbrennungsluftklappe ist geöffen, wenn der Griff nach vorne gedreht wird, geschlossen, wenn der Griff nach hinten gedreht wird. Im Vorraum darf unter keinen Umständen ein Feuer entfacht werden. Der Feuerraum befindet sich hinter der Ofentür nach dem Vorraum. Im Feuerraum wird das Holz wie beschrieben aufgelegt und angezündet.

DETAILLIERTE ANLEITUNG – OFEN IN DER KÜCHE

OFENROHR OFFEN
In waagerechter Position ist das Ofenrohr geöffnet. Vor dem Einfeuern muss das Ofenrohr geöffnet werden, damit der Rauch abziehen kann.

OFENROHR ZU
In senkrechter Position ist das Ofenrohr geschlossen. Das Ofenrohr darf erst wieder geschlossen werden, wenn das Holz vollständig abgebrannt ist und sich keine Glut mehr im Ofen befindet. Die Wärme wird ca. 8 Stunden gespeichert.

HOLZMENGE
Zum Anfeuern etwa diese Menge Holz verwenden. Mit Anzündhilfe anzünden. Türe schliessen. Sobald das Feuer gut brennt, können zwei bis vier Holzscheite nachgelegt werden.

LUFTZUFUHR
Solange das Feuer brennt, muss die Luftzufuhrklappe geöffnet bleiben. Erst schliessen, wenn das Holz vollständig abgebrannt ist und sich keine Glut mehr im Ofen befindet.

DETAILLIERTE ANLEITUNG – OFEN IM OBERGESCHOSS

OFENROHR OFFEN
In der Position nach hinten ist das Ofenrohr offen. Vor dem Einfeuern öffnen, damit der Rauch abziehen kann.

OFENROHR ZU
In rechter Position ist das Ofenrohr (Verbrennungsluftklappe) zu. Das Ofenrohr erst wieder schliessen, wenn das Holz vollständig abgebrannt ist und sich keine Glut mehr im Ofen befindet. Nach dem Schliessen des Ofenrohrs wird die Wärme ca. 8 Stunden gespeichert.

LUFTZUFUHR
Solange das Feuer brennt, muss die Luftzufuhrklappe geöffnet bleiben, damit der Rauch abziehen kann.

AUSSENTÜRE
Die hölzerne Aussentür ist eine Besonderheit dieses Giltsteinofens und muss aus Sicherheitsgründen beim Heizen immer geöffnet bleiben.

Kontekte / Dienste

ADRESSE
Kaplanei
Bieu 13, Chiuchegüet
3995 Ernen

HAUS- UND GÄSTEBETREUUNG
Gomondo GmbH
Max & Merle Steinweber
T +41 (0)27 539 10 20
info@gomondo.ch

STIFTUNG
Stiftung Ferien im Baudenkmal
Zollikerstrasse 128, 8008 Zürich
info@fib.ch, T +41 (0)44 252 28 72
www.ferienimbaudenkmal.ch

TOURISTENINFO
www.landschaftspark-binntal.ch

ARZT
Spitalzentrum Oberwallis
Ueberlandstrasse 14, 3900 Brig-Glis
T +41 (0)27 604 33 33
www.spitalwallis.ch

DIENSTE
Polizei 117
Feuerwehr 118
Notarzt 144
Rega 1414

BANK / POST
Der nächste Geldautomat befindet sich bei der Raiffeisenbank auf dem Dorfplatz Ernen.

Post Filiale
Die nächste Post Filiale und Öffnungszeiten finden Sie unter places.post.ch/standortsuche

Baukulturelle Sehenswürdigkeiten

WAKKERPREIS ERNEN – DORFRUNDGANG
1979 wurde der Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes an die Gemeinde Ernen verliehen. Gewürdigt wurde unter anderem die intakte Dorfstruktur und der wunderschöne Dorfplatz. Der Schweizer Heimatschutz spricht in seiner Begründung des im Jahre 1979 verliehenen Wakkerpreises von «einem der schönsten Ortsbilder dieser Landesgegend», zu dessen Erhaltung die Gemeinde «durch jahrzehntelange Pflege der einheimischen Architektur und durch eine zurückhaltende und auf Anpassung des Neuen an Bestehendes ausgerichtete Baupolitik» beigetragen habe.
Dreissig Jahre später stellt der Heimatschutz fest, «in den Wohn-, Ferienhaus- und Tourismuszonen am Dorfrand» habe «ein beliebiger und ortsfremder Chalet- und Gartenbaustil um sich gegriffen», der «die überlieferte Kulturlandschaft» zusehends beeinträchtige. Der Gemeinde wird jedoch auch attestiert, dass sie im historischen Kern Erfolg hatte: Mit ihrer verantwortungsbewussten Ortsplanung seien «Wohn- und Ökonomiebauten» auch seither «meist auffallend schlicht weiter gepflegt, erneuert und umgebaut worden». Es leuchtet ein, dass bestehende Wohnhäuser den heutigen Bedürfnissen angepasst werden müssen; die Gemeinde hat den Beweis erbracht, dass dies unter Respektierung überlieferter Strukturen möglich ist. Ein besonderes Anliegen sind auch die Stallscheunen, Stadel und Speicher, die kaum mehr genutzt werden, aber um ihrer selbst willen und als prägende Elemente des Dorf-, Kultur- und Landschaftsbildes erhaltenswert sind.

Das Dorf kann in einem Dorfrundgang mit Führung besichtigt werden. ernen@landschaftspark-binntal.ch

MUSIKDORF ERNEN
Während der Sommerwochen sind im Musikdorf Ernen zahlreiche Musikerinnen und Musiker zu Gast. Das abwechslungsreiche Programm wird jeweils auf der Websitepubliziert.
www.musikdorf.ch

VEREIN HEIMATMUSEUM UND KULTURPFLEGE
In einem Kunstführer aus dem Jahre 1976 wird Ernen als eines der schönsten ländlichen Ortsbilder der Schweiz bezeichnet. Der Verein Heimatmuseum und Kulturpflege in Ernen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die entsprechenden Bestrebungen auf allen Ebenen, öffentlich und privat, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu fördern und zu unterstützen. Zu den wichtigsten Partnern gehört neben der Gemeinde der Landschaftspark Binntal. Der Verein ist verantwortlich für den Unterhalt einer Reihe von Bauten, die sich zum Teil in seinem Besitz befinden, wie zum Beispiel die Mühle in Bonacher, der Kalkofen unterhalb der Alpe Frid, ein Wasserkännel vor Mühlebach, ein Stadel in Niederernen und Ernen oder die Schützenlaube auf dem Mosshubel. Vor allem aber unterhält der Verein im prächtigen Jost-Sigristen-Haus aus dem späten 16. Jahrhundert eine Barocketage mit Spycher und grossem Keller als Museum. Eine Dauerausstellung erinnert an den einstigen Besitzer des Hauses, Jakob Valentin Sigristen (1733 -1808): Nach einer langen Karriere auf allen Ebenen im Wallis der Sieben Zehnden war er von 1790 bis 1798 dessen letzter Gouverneur, dann helvetischer Senator und Walliser Staatsrat. Die Räumlichkeiten eignen sich auch als Aufbewahrungsort für volkskundliche Objekte von historischem Wert. Seit Jahren finden hier im Sommer Sonderausstellungen statt.
www.ernen.ch

LANDSCHAFTSPARK BINNTAL
Im Landschaftspark Binntal gibt es viel Interessantes zu erleben: spannende Natur- und Kulturangebote, schöne Weiler und Dörfer, reiche Kulturlandschaften und viel unberührte Natur. www.landschaftspark-binntal.ch

DORFKAPELLE VOM STEINHAUS
Die Kapelle der Heiligen Familie steht am idyllischen Dorfplatz von Steinhaus und wurde um 1728 erbaut. Der buntbemalte Altar zeigt die Heilige Familie auf dem Tempelgang nach Jerusalem, begleitet von der Taube des Heiligen Geistes.
Sie sind Begleiter am Wegrand, Helfer bei bäuerlichen Wetternöten, Krankheiten und Ungemach, aber auch Orte der Einkehr und Zeugen lokaler Kunstgeschichte, Kunstferigkeit und barocker Lebensfreude und Schönheit. Auf einer Wanderung, einem Spaziergang, einem Ausflug oder in den Ferien lohnt sich ein Besuch, ein Innehalten unterwegs in einer der 23 Kapellen des Landschaftspark Binntal.
www.landschaftspark-binntal.ch

STOCKALPERSCHLOSS
Das ab 1649 von Kaspar Stockalper vom Thurm an der alten Simplonpassstrasse errichtete Stockalperschloss ist der grösste profane Barockbau der Schweiz. In der monumentalen Anlage finden der massive Haupttrakt, die wehrhaften Granittürme und der prachtvolle Arkadenhof zu einem spannungsreichen Ganzen. Die Bestände des Schlossmuseums beinhalten Sammlungen zur Familie Stockalper, zur Geschichte des Simplonpasses und -bahnlinienführung sowie Exponate zur Oberwalliser Volkskunde und Kulturgeschichte.
www.stockalperstiftung.ch

Kommentar

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Schreiben Sie uns eine Mail an info@fib.ch