Jugendstilhaus in Arbon eröffnet

Neues Baudenkmal im Thurgau

Das in den Jahren 1904-1910 erstellte Max Burkhardt Haus in Arbon ist ein eigenhändig entworfenes und mit Jugendstilinterieur ausgestattetes Wohnhaus des Schweizer Dekorationsmalers und Fotografen Marx Burkhardt. Ab dem 27. Juni können darin Feriengäste Thurgauer Baukultur hautnah erleben.

Das Max Burkhardt Künstlerhaus ist in seiner durchgestalteten Jugendstilform einzigartig und bis ins Detail erhalten. Besonders hervorzuheben ist die Jugendstil-Blumendekoration über den Fenstern und über der Haustüre. Sowie das breite, sich um den oberen Fassadenabschluss ziehende Band einer Fassadenmalerei, welches das Blumenmuster (Sonnenblumen) wieder aufnimmt. Das Max Burkhardt Haus biete ab dem 27. Juni 2020 in der 2-Zimmer-Wohnung im ersten Obergeschoss für zwei Personen die Möglichkeit Ferien im Baudenkmal zu verbringen.

Mit der Nutzung als Ferienwohnung wird ein neues Kapitel in der ereignisreichen Geschichte des Max Burkhardt Hauses geschrieben. Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Baudenkmal diente dem Künstler Max Burkhardt zeitlebens als Wohn- und Arbeitsstätte. Sein Haus fand nicht nur in seine Kunst Einzug, sondern agierte auch als Anschauungsobjekt für seine Kunden. So sah man es zum Beispiel als Kulisse in der Verfilmung des Robert Walser Buches „Der Gehülfe“.

Bevor es 1993/94 zur Restaurierung des Künstlerhauses kam, musste eine Kontroverse um die Erhaltung gelöst werden. Der damalige Eigentümer und Sohn von Max Burkhardt plädierte für einen Abbruch und beabsichtigte, auf der Parzelle einen Neubau zu errichten, da für das leerstehende Haus kein Mieter gefunden werden konnte. Dank der Intervention der Denkmalpflege der Stadt Arbon wurde das Haus unter Schutz gestellt und in einer Kompromisslösung wurden durch Trennwände im Treppenhaus zwei separate Wohnungen geschaffen. Nachdem die Stadt 2014 den Verkauf der Liegenschaft vorantreiben wollte, ergriff die damalige «IG Haus Max Burkhardt» die Initiative, um eine der Ortschaft dienlichen Nutzung auszuarbeiten. 2018 entschied das Stadtparlament, das Haus nicht zu verkauft. Die Nutzung der Ferienwohnung im Sinne von Ferien im Baudenkmal ermöglicht dem Haus seinen einzigartigen Charakter zu wahren und seine Geschichte fortzuschreiben.

Communiqué de presse
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23. juin 2020