Casa Portico

, Moghegno TI

Das rurale Steinhaus wurde in seinen Grundmauern im Mittelalter erbaut und ist Teil des historischen Kerns des Tessiner Dorfes Moghegno, am rechten Ufer der Maggia.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
996.-
3 Personen
1 Schlafzimmer
erlaubt
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Beschreibung und GEschichte

Die Casa Portico ist ein kleines rurales Wohnhaus, das inmitten des historischen Nucleo des Dorfes Moghegno steht. Gemeinsam mit seinen Nebengebäuden bildet es einen öffentlich zugänglichen Laubengang (Portico), nachdem das Baudenkmal benannt wurde. Das ursprünglich mittelalterliche Haus wurde als Wohn- und Lagerhaus erbaut, was der Erdkeller im Hof bezeugt. Seine ehemaligen Bewohner bestellten das umliegende Land mit Getreide und Mais. Von großer Bedeutung war auch die Viehzucht, der Weinbau sowie die Verarbeitung von Kastanien. Daneben waren die Arbeit in den Steinbrüchen und das traditionelle Handwerk wichtige Einnahmequellen.

Die Stiftung Ferien im Baudenkmal wurde im Jahr 2015 von der Tessiner Sektion des Schweizer Heimatschutzes (STAN) auf das Gebäude aufmerksam gemacht. Zu der Zeit war das ortsbildprägende Steinhaus seit mehreren Dekaden unbewohnt und befand sich in einem äusserst schlechten und unstabilen Zustand. Da der schmale dreistöckige Bau eng mit den Nachbargebäuden verzahnt ist, hätte ein möglicher Einsturz des Gebäudes fatale Folgen für die angrenzenden Häuser gehabt. Dank dem raschen Handeln der Stiftung konnten in kurzer Zeit Sofortmassnahmen zur Stabilisierung umgesetzt werden.

Anfangs 2020 wurde die von Pisoni Architettura geplante Restaurierung, mit grösstmöglicher Wahrung der historischen Bausubstanz, abgeschlossen. Eine grosse Rolle spielte dabei die Schweizer Berghilfe, dank deren finanzieller Unterstützung das Projekt realisiert werden konnte.

Die Casa Portico befindet sich im Eigentum der Stiftung Ferien im Baudenkmal.

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  1. Die Casa Portico vor der Restaurierung im Jahr 2018
  2. Blick in die ehemalige Küche vor der Restaurierung

BaukuLturelle Besonderheiten

Das ortsbildprägende Laubenhaus wurde im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern eines im Mittelalter erbauten Steinhauses aus lokalem Gneis und im Verfahren der Trockensteinmauern erbaut. Dass in den Tälern des Tessins vorrangig Stein als Bausubstanz verwendet wurde, ist auf das spärliche Holzvorkommen zurückzuführen. Auch diente die Steinbauweise in den engen Dörfern als Brandschutz.

Charakteristisch für die Steinhäuser in Tessiner Dörfern sind die ineinander verschachtelten Räume und Etagen. Das ursprüngliche Haus wurde aufgrund der wachsenden Zahl seiner Bewohner oder auch Familienangehöriger über Jahre hinweg nach Belieben aufgestockt und erweitert. Aus diesem Grund fehlt häufig auch das Treppenhaus. Die Räumlichkeiten sind, wie auch in der Casa Portico, über die bedeckten Lauben und die steinernen Aussentreppen erschlossen.

Durch das Aufeinandertürmen der Wohngeschosse konnte es sogar dazu kommen, dass Wohnhäuser, die sich zuvor auf gegenüberliegenden Strassenseiten befanden, zusammenwuchsen. So geschah das auch bei der Casa Portico. Die ehemalige Gasse, die an der Nord-Ost-Fassade der Casa Portico zwischen den Häusern hindurchführte, ist heute ein öffentlicher Laubengang.

Information zur Ferienwohnung

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  1. Grundriss erstes Obergeschoss
  2. Grundriss zweites Obergeschoss

Die Casa Portico bietet in einer Wohnküche, einer Stube und einem Doppelzimmer Platz für zwei Personen. Von der grossen Laube im zweiten Geschoss bietet sich eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Die Eigenart dieses Baudenkmals ist, dass die zur Wohnung gehörenden Räumlichkeiten auf drei Stockwerken verteilt liegen und nur über die überdachte Laube und die steinernen Aussentreppen zugänglich sind. Für den täglichen Komfort wurde das Baudenkmal mit einer modernen Sanitär- und Kücheneinrichtung ausgestattet.

Aus Gründen der Wahrung der historischen Bausubstanz wurde keine Heizung eingebaut, weshalb das Haus nur in den wärmeren Monaten vermietet wird. An kalten Tagen können die Feriengäste die Räume mit modernen Holzöfen einheizen. Das Schlafzimmer, die Küche und das Badezimmer sind über einen halboffenen Vorraum verbunden, weshalb wir empfehlen, Hausschuhe und Morgenmäntel mitzubringen.

Die Casa Portico ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können. Insbesondere die enge und steile Aussentreppe ist für bewegungseingeschränkte Personen und Kleinkinder nicht geeignet.

Personen: 2

Zimmer: 1 Doppelzimmer

Saison: April bis Oktober

Kurzferien: Nebensaison (mind. 3 Nächte)

Höhe: 317 m ü. M.

Haustiere: auf Anfrage erlaubt

ÖV: Bus 315 ab Locarno, Stazione bis Maggia, centro

Parkplatz: öffentlich

Aussenbereich: überdachte Laube im ersten Stock

WLAN: nicht vorhanden

Heizung: Holzofen im Wohnzimmer, Kombiholzherd in der Wohnküche, Elektroofen im Badezimmer

Ofen / Cheminée: Holzofen im Wohnzimmer, Kombiherd in der Wohnküche

Küche: Schraubkaffee mit Pulver, Geschirrspülmaschine und Waschmaschine nicht vorhanden

Extras: Die Böden sind aus Holz und Stein, weshalb wir Ihnen gute Hausschuhe empfehlen. Das Schlafzimmer, die Küche und das Badezimmer sind über einen halboffenen Vorraum verbunden, weshalb wir empfehlen Morgenmäntel mitzubringen. Die steile Steintreppe zur Wohnung ist für Personen mit Bewegungsbeschränkungen und Kleinkinder nicht geeignet.

LAge

Nucleo 47, 6677 Moghegno

Lage 
Moghegno, das 2004 mit seinen Nachbargemeinden zur Gemeinde Maggia wurde, ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) gelistet. Der Ort liegt idyllisch an der Maggia und ist optimaler Ausgangsort für Erkundungstouren durch die Tessiner-Täler. Der historische Dorfkern befindet sich nicht wie erwartet am Flussufer, sondern am Berghang. Das hatte den Vorteil, dass man in den kühlen Grotten (unter Flussniveau gegrabene Keller) Nahrungsmittel und den Wein lagern konnte.

Geschichte 
Der älteste schriftliche Beleg des Ortes stammt aus dem Jahr 1294, wobei sich der Ortsname seither von Mogeno in Moghino und schliesslich in Moghegno wandelte. Im Ortskern wurden 1994 Reste einer römischen Grabkammer gefunden, die belegen, dass der Ort schon im ersten Jahrhundert nach Christus bewohnt war.

Ausflüge 
Der Fluss Maggia bietet Erfrischung pur. Beim nahen Avegno fliesst er etwas langsamer und ist gesäumt von bezaubernden kleinen Stränden mit feinstem Sand. Die vielen kleinen Grotti laden zu traditionell hergestellten Spezialitäten ein. Das Maggiatal bietet ausserdem viele sportliche Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen oder Canyoning, aber auch kulturelle Entdeckungen. Wir empfehlen einen Tagesausflug ins Museo Walserhaus im Bergdorf Bosco-Gurin oder nach Cevio, wo einst die Landvögte wohnten. In Mogno befindet sich die 1997 fertiggestellte Kirche San Giovanni Battista des Stararchitekten Mario Bottat.

dank

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sowie allen Mitgliedern unseres Tragwerks, die uns bei der Restaurierung der Casa Portico mit Beiträgen unterstützt haben, aber nicht genannt werden wollen.

Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den folgenden Personen, Stiftungen und Institutionen für ihre Unterstützung:

– Schweizer Berghilfe
– Denkmalpflege des Kantons Tessin
– Fondazione Dr. Hans Dietler / Kottmann
– Schweizer Heimatschutz
– Ernst Göhner Stiftung
– Stiftung Baustelle Denkmal
– Comune di Maggia

Ebenfalls möchten wir uns herzlichst bei den Privatpersonen und Institutionen, die nicht genannt werden wollen, für ihre Unterstützung bedanken. Unser Dank gilt weiter der Eigentümerschaft, die uns die Casa Portico im Baurecht übergeben hat.

Erleben