Haus Im Boden - Stiftung Ferien im Baudenkmal

Haus Im Boden

, Klosters-Monbiel GR

Das Haus Im Boden ist ein Bauernhaus das 1897 im Weiler Monbiel bei Klosters im hinteren Prättigau erbaut wurde. Mit seiner idyllischen Lage inmitten der atemberaubenden Bergwelt der Schweizer Alpen ist es der ideale Rückzugsort für Ruhesuchende und Naturliebhaber.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
3860.-
12 Personen
6 Schlafzimmer
Privatparkplatz auf Grundstück/Hofanlage
nicht erlaubt
Le jour d’arrivée choisi n’est pas valide. Veuillez en choisir un autre dans le calendrier.
Der gewählte Anreisetag ist ungültig. Bitte wählen Sie einen Alternativtermin im Kalender.
La durée d’un séjour dans ce logement ne peut pas être inférieure à nuits.
Dieses Objekt kann min. Nächte gebucht werden.
La durée d’un séjour dans ce logement ne peut pas dépasser 28 nuits.
Dieses Objekt kann max. 28 Nächte gebucht werden.
Es dürfen keine reservierten Tage in der Auswahl sein.
Selections cannot include reserved days.
Votre sélection ne peut pas inclure des jours déjà réservés.
Buchen
Sie werden an unseren Partner e-domizil weitergeleitet, über deren Plattform Ihre Buchung abgeschlossen wird.
Unterstützen

BESCHREIBUNG UND GESCHICHTE

Wandert man von Klosters die Landquart hinauf, verlässt man spätestens bei der Aeujabrücke den mondänen Ferienort. Nach einer grossen Wiese erreicht man den Ortsteil Monbiel, den letzten Weiler im Tal der oberen Landquart. In diesem ruhigen, familiären Ort steht das Haus Im Boden, das zu den jüngsten Bauten des Walserdorfes gehört. Es steht zusammen mit den verstreuten Stallscheunen am unteren Dorfrand mit freiem Blick über die Wiesen und den Bach. Klosters ist nur in der Ferne talabwärts teilweise sichtbar.
 
Das Haus Im Boden wurde 1897 als Bauernhaus der Familie Niggli an seinem heutigen Standort erbaut. Errichtet wurde es ursprünglich «im Obermonbiel», etwas oberhalb des heutigen Standortes und unterhalb des Hauses Monbielerstrasse 181, in dem der Urgrossvater (1884-1957) der heutigen Eigentümer aufwuchs. Vermutlich wurde das Haus um 1897 aus Gründen der Güterteilung versetzt. Das Haus befindet sich mittlerweile seit vier Generationen im Familienbesitz. Der Name „Im Boden“ ist ein Flurname, nach dem das Haus benannt wurde.

An seinem ursprünglichen Standort wurde das Bauernhaus auch als Gasthaus genutzt. In der Anrichte in der oberen Stube befindet sich eine Schublade, die mit einem versteckten Riegel verschlossen werden konnte und als Kasse oder Tresor diente. Die Nutzung als Gasthaus erklärt auch die ungewöhnliche Grösse des Hauses. Ein anderer Grund könnte die Unterbringung der Mägde und Knechte sein, die bei der schweren Arbeit halfen.
 
Ab den 1950er Jahren wurden die Räume im Obergeschoss einschliesslich der Winterküche* im Erdgeschoss wochenweise vermietet. Die Gäste waren anfangs vorwiegend junge Leute (Studenten) aus Zürich und dem nahen Deutschland, die mehrheitlich zu Stammgästen wurden und später mit ihren Familien jedes Jahr Ferien im Haus verbrachten. Ein wichtiger Grund war zu Beginn sicher der Nebenverdienst durch die Vermietung, später wurden die Mieter zu sehr guten Freunden, mit denen der weltoffene Austausch geschätzt wurde.

*Die nach Südosten ausgerichtete Küche (Winterküche) wurde im Winter genutzt, da sie durch die Sonneneinstrahlung wärmer war. Die nach Nordwesten ausgerichtete und damit kühlere Sommerküche wurde im Winter als Vorratsraum und im Sommer als Küche genutzt.

Das Haus wurde bis 2017 von den Grosseltern der heutigen Eigentümer bewohnt. Seither bemüht sich die jüngere Generation, das Haus in eine nachhaltige Zukunft zu führen. So erarbeiteten sie 2023 in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ein Sanierungskonzept, um das Haus Im Boden langfristig zu erhalten. Grundsätzlich wurde die Bausubstanz kaum verändert und die historischen Innenräume belassen. Die grössten Eingriffe erfolgten im Bereich der Haustechnik.  Besonderes Augenmerk wurde auf die Erhaltung und Restaurierung der historischen Elemente wie Fenster, Täfer, Öfen, die Freilegung der alten Riemenböden und der beiden Stubenbuffets gelegt.

Das Haus Im Boden befindet sich in Privateigentum und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

Bild
1
Bild
2
  1. Bild vom ‘’Sagärank’’ Richtung Monbiel von Hunziker, Jakob (1827-1901), Fotosammlung Staatsarchiv des Kantons Aargau (Der Sagärank ist eine Kurve bei der alten Holzsäge vor dem Weiler. Wenn man von Klosters kommt und um die Kurve fährt, erblickt man das Dorf Monbiel).
  2. Familienbild Niggli-Markutt, der Urgrossvater und die Urgrossmutter der heutigen Besitzer mit ihren drei Söhnen.

BAUKULTURELLE BESONDERHEITEN

Das Haus Im Boden ist ein sehr gut erhaltenes Beispiel eines Prättigauer Wohnhauses aus dem 19. Jahnhundert. Die verzierten Lauben mit Balkonen unter der traufständigen Südostfassade sowie die bis heute erhaltene Grundrissstruktur sind typische Elemente der traditionellen Bauweise der Region.

Das Wohnhaus steht getrennt von der Stallscheune in der für Monbiel typischen Ausrichtung mit dem Giebel zum Tal. Über dem gemauerten Kellergeschoss erhebt sich das Erdgeschoss mit einem gemauerten Küchentrakt und dem daran anschliessenden Strickbau mit Stube und Nebenstube. Auch das Obergeschoss und das Dachgeschoss sind vollständig als Strickbau ausgeführt.

Die Stube im Erdgeschoss stammt aus der Erbauungszeit mit ihrer Inneneinrichtung aus gestemmten Arvenholztäfer, der Anrichte (Buffet), wahrscheinlich auch dem Blechofen und den Fenstern. Die Täfelung weist eine sehr typische dunkle Lackierung auf, die auf ein hohes Schutzbedürfnis, aber auch auf dekorative Zwecke hinweist. Die darüber liegende Stube weist ebenfalls eine gestemmte, aber unlackierte Fichtenholzvertäfelung und ein dazugehöriges Buffet auf.

Die Innenausstattung der untergeordneten Kammern ist entweder aus jüngerer Zeit oder weist das etwas ältere Krallentäfer (Rundstabtäfer) auf.

Bild
1
  1. Das Buffet in der Stube.

INFORMATIONEN ZUm Ferienhaus

Bild
1
Bild
2
  1. Grundriss Erdgeschoss
  2. Grundriss Erstes Obergeschoss
Bild
1
  1. Grundriss Dachgeschoss

Die Räumlichkeiten im Haus Im Boden verteilen sich auf drei Geschossen. Im Erdgeschoss befinden sich die grosse Wohnküche, die schöne alte «Stubä» mit zwei bequemen Sofas und einem alten Ofen mit gemütlicher Sitzbank sowie eine angrenzende Zukammer mit Schreibtisch und Sessel, die als Arbeitszimmer genutzt werden kann. Besonders reizvoll ist die verglaste Laube nach Osten, die eine herrliche Aussicht bietet und mit einem weiteren Esstisch ausgestattet ist.

Über eine Holztreppe gelangt man in das erste Obergeschoss, wo sich vier Schlafzimmer befinden sowie eine weitere Laube, die nach Osten ausgerichtet ist und einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge bietet. Im Dachgeschoss bieten zwei weitere Zimmer Platz für vier Personen. Die Badezimmer mit Duschen und Toiletten befinden sich übereinander auf den Zwischengeschossen. Vor dem Haus befinden sich zwei Aussensitzplätze mit Blick auf die Berge.

Das Haus Im Boden ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können.


Personen: 12 (plus ein Kind bis 2 Jahre).

Schlafzimmer: 6 Schlafzimmer mit je zwei Einzelbetten, die zu Doppelbetten umfunktioniert werden können. (Kinderbett auf Anfrage vorhanden.)

Saison: ganzjährig.

Kurzferien: Nebensaison (min. 3 Nächte).

Höhe: 1293 m ü. M.

Haustiere: nicht erlaubt.

ÖV: Halbstündlich Busse von Klosters Platz, Haltestelle Klosters Bir Legi 120m vom Haus.

Parkplatz: Im Sommer 3 Parkplätze, im Winter 2 Parkplätze beim Haus vorhanden (nicht gedeckt).

Aussenbereich: 2 gedeckte Lauben und 2 Aussensitzplätze nach Osten und Westen.

WLAN: vorhanden.

Heizung: Heizkörper im ganzen Haus (Wärmepumpe) sowie Öfen (die Öfen sind erst ab Sommer 2024 nutzbar).

Ofen: Ein Stubenofen (Blechofen) und ein Kachelofen in der Küche. (die Öfen sind erst ab Sommer 2024 nutzbar).

Küche: Elektroherd mit Backofen, Geschirrspülmaschine vorhanden, Fondue- und Raclette-Sets vorhanden, Nespresso Kaffeemaschine.

Badezimmer: 3 Badezimmer mit Duschen und Toiletten.

Waschmaschine und Tumbler: Waschmaschine und Tumbler nicht vorhanden. Trocknungsraum, mit Secomat und ein Skischuhtrockner für 15 Paar Schuhe.

Extras: Die Böden sind aus Holz und Stein, deshalb empfehlen wir gute Hausschuhe. Im Winter kann es trotz der Isolierung kälter werden, deshalb empfehlen wir warme Kleidung.

Lage

Monbielstrasse 148, 7250 Klosters

Lage

Klosters, die oberste Prättigauer Gemeinde, besteht aus den acht Fraktionen Platz, Dorf, Selfranga, Aeuja, Monbiel, Serneus, Mezzaselva und Saas im Prättigau. Ob im Sommer oder Winter, die Region Klosters bietet das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Mountainbiken, Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, Schlitteln und Winterwandern. Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Langlaufloipe und zum Winterwanderweg. Die Orstmitte von Klosters, der Bahnhof und die Bergbahnen sind bequem mit dem regelmässig verkehrenden Ortsbus in 5-10 Minuten erreichbar. Die Bushaltestelle in Monbiel befindet sich nur 2 Gehminuten vom Haus entfernt.

Geschichte

Der Name Klosters geht auf das dem heiligen Jakob geweihte Prämonstratenserkloster Klösterli im Walt zurück. Der Name wurde 1222 erstmals urkundlich erwähnt. In einem umgebauten Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert befindet sich das kleine Heimatmuseum Nutli Hüschi, das die lokale Geschichte vermittelt. Im Prättigauerkrieg fielen 1621 über 300 Häuser und damit rund drei Viertel des Dorfes den österreichischen Truppen zum Opfer. Als Bündner Wirren werden die von 1618 bis 1639 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Koalitionen Frankreich-Venedig und Spanien-Österreich um das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden im Rahmen des Dreissigjährigen Krieges bezeichnet. Dabei ging es vor allem um die Kontrolle der Bündner Alpenpässe und um die konfessionelle Ordnung in Graubünden. Ein weiteres einschneidendes Ereignis in der Region war der Bergsturz von Monbiel am 1770, der 17 Todesopfer forderte.
Seit der Eröffnung der Eisenbahn Landquart-Davos im Jahre 1889 hat der Tourismus, insbesondere der Wintersport, einen grossen Aufschwung genommen.

Ausflüge

Die Region Davos Klosters ist im Sommer wie im Winter eine beliebte Ferienregion mit internationalem Flair. Im Winter wird der Schneesport zelebriert, die Langlaufloipe führt vor dem Haus vorbei. Die Bergbahnen in Klosters sind mit dem regelmässig verkehrenden Bus schnell zu erreichen. Im Sommer setzt man vermehrt auf den Bike-Tourismus. Aber auch Wanderer kommen nicht zu kurz, vom Talboden bis zu den Berggipfeln werden Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden angeboten.

Erleben